Alexander Zverev hat mit dem Halbfinaleinzug in Shanghai seine Erwartungen übertroffen

Alexander Zverev hat sein Halbfinale beim Masters in Shanghai verloren und seinen Auftritt trotzdem als Übererfüllung bezeichnet. Der Weltranglistenzweite sagte, er habe wegen seines vollen Turnierkalenders mit Müdigkeit zu kämpfen gehabt. Zverev wird als erster deutscher Spieler die Saison als Weltranglistenerster beenden.

Der 29-jährige Top-Gesetzte unterlag am Samstag dem Spanier Alejandro Davidovich Fokina mit 5:7, 6:4, 3:6. Für Davidovich Fokina war es erst der zweite Sieg in acht Duellen mit Zverev. Zverev hatte zwischen den US Open, dem Laver Cup, dem Masters in Peking und dem Turnier in Shanghai kaum Zeit zur Erholung.

„Ich habe das Gefühl, dass ich diese Woche in gewisser Weise vielleicht sogar mehr erreicht habe, als zu erwarten war, weil ich so viel Tennis gespielt habe“, sagte Zverev. „Ich hatte eine kleine Verletzung und Müdigkeit mit ins Turnier gebracht, und ich kann damit leben, heute gegen einen solchen Spieler zu verlieren.“

Break per Rückhand-Passierschlag leitet die Wende ein

Zverev zeigte auf der Vorhandseite wiederholt Schwächen. Seinen ersten Breakverlust der Partie kassierte er durch einen herausragenden Rückhand-Passierschlag im Laufen, womit Davidovich Fokina das Halbfinale in den dritten Satz brachte. Dort geriet Zverev mit 0:2 in Rückstand und fand nicht mehr zurück in die Partie. Der an Position 25 gesetzte Davidovich Fokina erreichte damit sein erstes Finale bei einem ATP Masters 1000 seit 2022.

Zverev: „Ich bin kein Roboter“

Zverev konnte die Leistung aus dem Viertelfinale nicht wiederholen, als er Alex de Minaur in zwei Sätzen besiegt hatte. Seine Probleme hätten nach dem Achtelfinalsieg gegen Alexander Bublik begonnen, der im dritten Satz in den Tiebreak ging.

„Erstens bin ich kein Roboter, ich bin ein Mensch, ich werde müde“, sagte Zverev. „Nach den US Open hatte ich insgesamt einen freien Tag. Ich glaube, ich habe sehr viel Tennis gespielt, was sehr, sehr positiv ist, weil es bedeutet, dass ich gut gespielt habe.“

„Ich glaube, dass ich auch hier harte Matches hatte. Ich persönlich habe das Gefühl, dass ich seit dem Bublik-Match ziemlich platt war, weil ich Energie verloren habe.“

„Gegen Alex de Minaur habe ich ein phänomenales Match gespielt, aber heute war ich platt. Sogar im ersten Satz, obwohl ich ihn gewonnen habe, war ich platter, ich habe nicht so gut reagiert. Ich habe ziemlich schlecht returniert.“

„Wir sind alle Menschen, sogar die besten Spieler der Welt.“

Enttäuschende Ausnahme in einer starken Saison

Die Halbfinalniederlage trübt eine starke Saison Zverevs nur wenig. Er gewann im Juni bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel und im September bei den US Open seinen zweiten.

Davidovich Fokina trifft im Finale am Sonntag auf seinen Landsmann Rafael Jodar.

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